Geschichtliches zur Entwässerung

Die Kolonisation des Landes Hadeln begann 1106 und wurde durch die Herzöge von Sachsen-Lauenburg und die Erzbischöfe von Bremen initiiert. Unter Leitung der ansässigen Grundherren und Mithilfe von holländischen Siedlern, bildeten sich unter Leitung Schultheißen und Landschöffen die Kirchspiele (Gemeinden), ebenso die Deich- und Entwässerungsverbände mit Schöffen und Deichgeschworenen. Die Erhaltung der damaligen Deiche durch alle Eigentümer erfolgte nach dem Grundsatz:



"Keen nich will dieken, de mutt wieken."



Viele Seen und Moore brachten insbesondere dem Sietland mit einer Höhe von -1,00 m NN viel Wasser und die damaligen Urgewässer in ihrem unregelmäßigen Verlauf konnten ohne Gefälle den Abfluss nicht in die 20 km entfernte Elbe schaffen. Überschwemmungen von langer Dauer mit großer Not der Menschen (Malaria) waren die Folge. In dem unten dargestellten Bodenprofil ist die tiefe und muldenförmige Lage der Hadelner Marsch mit ihrer typischen Verteilung von Moor, Sand und Ton (Klei) zu erkennen. Die für die Marschlandschaft notwendigen Beetgräben waren zu damaliger Zeit nicht vorhanden.



Bodenprofil in der Hadelner Tieflandsbucht von Steinau-Höring bis Otterndorf.


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