Sie sind hier:

Unterhaltungsverband Hadeln

Medemverband

Wasser- und Landschaftspflegeverband Bederkesa

Cuxhavener Entwässerungsverband

Grodener Schleusenverband

Schöpfwerke und ihre Aufgaben

Über 600 Jahre Otterndorfer Schleusen

Geschichtliches zur Entwässerung

Die Mündungsschöpfwerke

Die Stufenschöpfwerke

Schöpfwerksführungen

EG-Wasserrahmenrichtlinie

Allgemein:

Startseite

Hauptschöpfwerk

Geschäftsstelle

UHV - Außenstelle Bederkesa

Wasserwerk

Auftragsvergaben

Klärwerk

So finden Sie uns

Störungsdienste

Links

Impressum

Gesunde Gewässer in ganz Europa

Die EG-Wasserrahmenrichtlinie bestimmt die künftige Wasserpolitik

Ein Gewässer ist mehr als nur die stille oder fließende Wasserfläche. Es wird beeinflusst von den Ufern und Auen und vom Einzugsgebiet, aus dem der Niederschlag in den See oder den Fluss gelangt. Wechselwirkungen gibt es auch mit dem Grundwasser.

Diese großräumige Betrachtungsweise bringt die Europäische Union (EU) in ihrer "Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens im Rahmen der Wasserpolitik" (kurz: EG-Wasserrahmenrichtlinie, WRRL) zum Ausdruck. Sie trat Ende 2000 in Kraft und gibt den Rahmen vor für die Gewässerpolitik in allen EU-Staaten.

Die EG-WRRL macht einheitliche und vergleichbare genauso wie umfassende und verbindliche Vorgaben für den Zustand der Gewässer. Ziele der Richtlinie sind:


Der Schutz und die Bewirtschaftung von Gewässern sollen zukünftig auf einer Betrachtung ganzer Flussgebietseinheiten basieren. Eine Flussgebietseinheit kann dabei mehrere benachbarte Einzugsgebiete umfassen. Wobei unter Einzugsgebiet das Gebiet verstanden wird, aus dem der gesamte Oberflächenabfluss in einen Fluss oder ins Meer gelangt.

Diese Mündungen, in denen sich Süß- und Salzwasser mischen und Ebbe und Flut den Wasserstand beeinflussen, bezeichnet man als Übergangsgewässer. Niedersachsen ist mit unterschiedlichen Gebietsanteilen in den Flussgebietseinheiten Rhein, Ems, Weser und Elbe vertreten.

Die WRRL fordert die Mitgliedsstaaten auf, bis zum Jahr 2015 den guten ökologischen Zustand für die Oberflächengewässer anzustreben. Beim Grundwasser sollen bis zu diesem Zeitpunkt ein mengenmäßig und chemisch guter Zustand angestrebt werden. Der gute ökologische Zustand bemisst sich in erster Linie an der Vielfalt der vorhandenen Tier- und Pflanzenarten, die im und am Wasser leben. Dabei wird eine naturnahe Gewässerstruktur ebenso vorausgesetzt wie die Einhaltung chemischer Grenzwerte. Die Grundwasserentnahme darf Oberflächengewässer oder grundwasserabhängige Landökosysteme nicht schädigen. Die Menge ist regional unterschiedlich und kann durchaus weniger als ein Viertel des Grundwassers sein, das sich jährlich neu bildet.

Die Qualitätsnormen und Schwellenwerte, die den guten chemischen Zustand des Grundwassers definieren, werden nach humantoxikologischen und ökotoxikologischen Kriterien definiert. Das heißt nach Werten, die wichtig sind für die Gesundheit der Menschen und für eine intakte Umwelt. Sie liegen zum Teil deutlich über den sogenannten Hintergrundwerten, die eine gänzlich unbelastete Situation wiedergegeben würden. Beim Nitrat existiert beispielsweise ein Grenzwert von 50 mg/l, als Hintergrundwert für unbelastetes Wasser geht man von etwa 10 mg/l aus.

Wasser als elementare Lebensgrundlage ist ein öffentliches Gut, das allen gehört. Wasser ist offen für alle Nutzungsarten, niemand soll durch Eigentum oder die Preisgestaltung vom Zugang ausgeschlossen werden - wer sollte dem widersprechen?

Diese Ansprüche finden sich auch in der WRRL. Da heißt es in den ersten Sätzen: "Wasser ist keine übliche Handelsware, sondern ein ererbtes Gut, das geschützt, verteidigt und entsprechend behandelt werden muss."