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Die Medem (16,8 km) ist ein Urgewässer, das durch die Hadelner Tieflandbucht verläuft. Gebildet hat sich die Medem aus einem Priel, der in der Vorzeit das Gebiet des heutigen Hadeln und Sietland entwässerte.

Gespiesen durch mehrere kleine Urgewässer, wie z. B. die Emmelke und die Gösche, führt ihr Flussbett von Ihlienworth über Pedingworth, Neuenkirchen nach Otterndorf, wo sie zusammen mit dem Hadelner Kanal in einem gemeinsamen Außenpriel in die Elbe mündet. Der sehr gewundene Flusslauf ist auf einer Länge von 15,9 km für kleine Boote schiffbar. In den Sommermonaten werden auf zwei ehemaligen Hamburger Hafenbarkassen Rundfahrten auf der Medem angeboten.

Es gibt etwa 70 Mäander von Otterndorf bis zur Schleuse in Ihlienworth. Mit Mäander bezeichnet man die Schlingen, die sich in Flussabschnitten mit gerigem Gefälle und gleichzeitig transportiertem Geschiebe (Sand, Kies, Steine) bilden. Die Ursache der Mäanderbildung liegt in der Zentrifugalkraft, die dazu führt, dass das kurvenäußere Ufer (Prallhang) stärker erodiert als das kurveninnere (Gleithang), einmal bestehende Kurven sich also immer mehr verstärken.

Wirtschaftliche Bedeutung hatte die Medem bis weit in das 20. Jahrhundert für die Entwicklung und den Bestand der Stadt Otterndorf. So gab es bis vor ca. 30 Jahren in Otterndorf eine Muschelfabrik, in der die von Muschelfischern angelandeten Muscheln verarbeitet wurden. Fischer landeten Ihren Fang an, mit Getreide beladene Schiffe brachten Ihre Ladung von und zu den ortsansässigen Mühlen.

Heute ist die Medem im Wesentlichen bedeutend für die Entwässerung des Landes Hadeln.

Der Anleger im Binnendeich wird von den Ausflugsbooten genutzt.

Die Außendeich gelegenen Liegeplätze nutzen die wenigen verbliebenen im Nebenerwerb fischenden Krabbenfischer. Die Schlengelanlagen werden von der Seglervereinigung Otterndorf und von Sportfischern betrieben und stehen Mitgliedern der Vereinigungen sowie Gästen zur Verfügung.

Im Auslaufpriel kennzeichnen Pricken den tiefsten Lauf für die ein- und ausfahrenden Schiffe und Boote.

Bedingt durch die Elbvertiefung und die sich dadurch verändernde Fließgeschwindigkeit des Stromes nimmt die Verschlickung der Nebenflüsse und Seitenarme zu. Um den Otterndorfer Hafen freizuhalten wird jedes Jahr die Anlage geeggt. Ein Schlepper zieht eine an einem Stahlseil hängende überdimensionierte Egge (eine Harke) über den Grund. Die so aufgewirbelten Sedimente werden in einen Schwebezustand versetzt und treiben mit dem ablaufenden Wasser in die Elbe zurück.

Otterndorf aus luftiger Höhe mit der Medem im Vordergrund.